Live in 14 Tagen: unser Delivery-Prozess
Wie wir von „nervt“ zu „läuft“ kommen, ohne monatelange Projektpläne.
Vierzehn Tage klingen nach Marketing. Sie sind es nicht — aber nur, weil wir in diesen vierzehn Tagen etwas anderes tun, als die meisten erwarten.
Wir bauen kein Projekt. Wir richten ein System ein, das es bereits gibt. Der Unterschied ist entscheidend: Nicht die Technik dauert lange, sondern Entscheidungen, die niemand trifft.
Was in den vierzehn Tagen passiert
Tag 1–2 · Klären, was die Anlage beantwortet
Ein Gespräch, in dem drei Dinge festgehalten werden: Was soll sie können, was ausdrücklich nicht, und wohin geht sie, wenn sie nicht weiterweiss. Der zweite Punkt ist der wichtigste und wird am häufigsten übersprungen.
Tag 3–5 · Wissen einsammeln
Öffnungszeiten, Preise, die zwanzig häufigsten Fragen, wer für was zuständig ist, welche Fälle sofort zu einem Menschen gehören. Das ist der Teil, der bei dir liegt, und der ehrlichste Satz dieses Artikels lautet: Hier entscheidet sich der Zeitplan. Nicht bei uns.
Tag 6–8 · Bauen und anbinden
Stimme, Ablauf, Tonfall, Kalender, Weiterleitregeln. Ab hier gibt es etwas, das man anrufen kann.
Tag 9–11 · Testanrufe
Wir rufen selbst an. Absichtlich schwierig: undeutlich sprechen, unterbrechen, das Anliegen mitten im Satz wechseln, nach etwas fragen, das die Anlage nicht wissen kann. Wir wollen sehen, wie sie scheitert — denn wie eine Anlage scheitert, entscheidet über den Eindruck beim Kunden, nicht wie sie im Idealfall glänzt.
Tag 12–13 · Korrekturschleife
Du hörst Mitschnitte und sagst, was dir nicht gefällt. Meistens geht es um Tonfall, nicht um Funktion — zu förmlich, zu schnell, zu freundlich für die Branche.
Tag 14 · Live
Mit einer Nummer, die man in fünf Minuten wieder abschalten kann.
Was den Zeitplan tatsächlich sprengt
In der Reihenfolge, in der es vorkommt:
- Unklare Zuständigkeit. Wenn nicht feststeht, wer entscheiden darf, wie die Anlage antwortet, wartet alles auf eine Runde, die nie zusammenkommt. Das ist mit Abstand der häufigste Grund.
- Wissen, das nur in Köpfen existiert. „Das weiss die Frau Meier" ist keine Quelle, aus der man eine Anlage füttern kann.
- Zugänge. Kalender, Telefonie, Postfach — alles machbar, alles braucht jemanden mit Rechten und zehn ruhigen Minuten.
Alle drei liegen auf Kundenseite. Das ist keine Schuldzuweisung, sondern der Grund, warum wir am ersten Tag danach fragen statt am zehnten.
Was wir bewusst nicht machen
- Keine Konzeptphase. Ein Dokument über eine Anlage, die man in derselben Zeit hätte anrufen können, hilft niemandem.
- Kein Pflichtenheft. Vierzig Seiten Anforderungen sind vierzig Seiten Vermutungen. Nach dem ersten echten Anruf weisst du mehr als nach jedem Workshop.
- Kein grosser Wurf. Eine Aufgabe, sauber erledigt, schlägt fünf, die halb laufen.
Deine alte Nummer bleibt bestehen. Wenn dir etwas nicht passt, wird zurückgestellt — sofort, ohne Rücksprache und ohne Diskussion mit uns.
Das ist kein Zugeständnis, sondern eine Bedingung fürs Funktionieren: Etwas Neues ans Telefon zu lassen, ist eine Vertrauensfrage. Vertrauen entsteht aus Umkehrbarkeit, nicht aus Versprechen.
Und danach?
Die ersten zwei Wochen im Betrieb sind die lehrreichsten. Dann kommen Anrufe, an die niemand gedacht hat, und die Anlage lernt genau daran. Deshalb ist die monatliche Betreuung kein Zusatzverkauf, sondern der Teil, in dem aus „läuft" ein „läuft gut" wird.
Lieber machen als lesen?
15 Minuten Erstgespräch. Wir sagen dir ehrlich, ob sich das bei dir rechnet — auch wenn die Antwort nein lautet.
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